Das ECC – Onlineabteilung des Instituts für Handelsforschung (IFH) – hat für sein Thesenpapier in die Zukunft des Handels geblickt und dabei fünf mögliche Entwicklungen ausgemacht, die aufhorchen lassen:

1. Stationärer Handel muss sich neu erfinden: Knapp ein Drittel (30 Prozent) aller stationieren Outlet sollen bis Ende des Jahres 2020 verschwunden sein, so die Prognose des Instituts. Für weitere 40 Prozent hängt das Überlegen von der Fähigkeit ab, ihr Business einem grundlegenden Wandel zu unterziehen.

2. Reine Internet-Händler haben keine Überlebenschance: Die Luft für reine Online-Händler wird dünn: Laut IFH steht in diesem Segment eine große Konsolidierungswelle bevor, der etwa 90 Prozent die Händler zum Opfer fallen könnten. Optimierte Kernkompetenzen und ein klaren Leistungsversprechen in Richtung Kunden sollen Helfen.

3. Multi-Touch-Point ist künftig Trumpf: Laut ECC fordern die Kunden schon heute die nächste Stufe von Multi Channel Handel ein. Intelligente und kundenorientierte Konzepte sollen dabei helfen, einen echten Mehrwert zu schaffen und das Überleben zu sichern.

4. Flexiblen und unterhaltenden Inhalten gehört die Zukunft: Händler müssen individuelle Konzepte entwickeln und den Kauf zu einem Erlebnis machen, um erfolgreich zu sein.

5. Dominanz von Marken: Das Internet erhöht den Anteil an markenorientierten Käufern. So brachte eine Erhebung des IFH Köln ans Licht, dass die Hersteller-Webshops in der Zeit zwischen 2008 und 2013 deutlich stärker wuchsen, als der restliche Online-Handel.