Der Bundestag hat ein "Machtwort" gesprochen und die Online-Händler entlastet. Ab dem 1. Juni 2014 müssen Internetkäufer die Retour-Kosten selbst tragen. Die Zeitschrift Markt und Mittelstand verweist in diesem Zusammenhang auf eine Umfrage von Trusted Shops, der zufolge mehr als die Hälfte der befragten E-Commerce-Unternehmen plant, anfallende Rücksendekosten nicht für ihre Kunden zu übernehmen. Ob es überhaupt zulässig ist, diese Kosten für Kunden zu übernehmen, ist unklar. Ebenso unklar sind die gesamten Konsequenzen in Hinblick auf präferierte Bezahlmethoden, Bestellmengen oder Lagerkapazitäten. Doch wer jetzt jubelt und die Position des stationären Handels erstarkt sieht, der irrt womöglich. Nichts ist so ungewiss, wie die Zukunft – allen Business Intelligence-Lösungen zum Trotz. Was jedoch bleibt, ist einmal mehr die Erkenntnis, dass diese Veränderungen eine höchstmögliche Flexibilität und anpassbare IT-Systeme verlangen. Ob das Amanzon-Beispiel Schule machen wird, darf bezweifelt werden. Der daraus resultierende Image-Schaden und mögliche Umsatzeinbußen müssen noch ausgezählt werden und die Konkurrenz ist bekanntlich nur einen Click entfernt.